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Just because I don`t say anything, dosen`t mean I don`t like you

Ihr habt gewartet und nun ist er da. DER Eintrag.

Von Taupo hatten wir ja schon berichtet.

Seit dem ist viel und zugleich nichts passiert. Wir wohnen und leben immer noch im schoenen Napier. Unsere Zimmerbesetzung ist staendigen Wechseln unterzogen. Der Praegnanteste ist, dass Simon nicht nur das Bett über mir (Lisa) verlassen hat, sonder die ganze Stadt. Seit dem haben wir niemanden mehr der uns Essen in den Kühlschrank legt, zum Joggen animiert oder jeden Pak ´n Save Besuch zum Ereignis macht.

Auch John mit dem wunderbaren irischem Akzent hat uns verlassen.

Dafür teilen wir das Zimmer jetzt mit einem schnarchendem Engländer, dessen Mutter den Hostel Owner gebeten hat doch auf ihn Acht zu geben, einem asiatisch aussehenden Waliser, der immer früh im Bett und früh wieder auf ist und den man sonst kaum zu sehen bekommt, und mit Sarah, deren Laptop wir grade zum Eintrag vorschreiben nutzen, und die zusammen mit Melli und Nane ein Lichtbilck in der sich stark wandelnden Hostellandschaft ist.

Arbeitstechnisch ist es immer noch recht spaßig, vor Allem wenn David da ist, aber auch so habe ich, inzwischen zum Expediter aufgestiegen, meinen Spass mit Frankie, unserem indisch oder pakistanischem Koch. ( Yalla Yalla; Schnell, Schnell, Schlampe)

Besondere Erwähnung hat wohl die Hochzeit, die in der Old Church (OC) zelebriert wurde, verdient, Jasmin und ich durften Nachmittags in der Kirche Häppchen verteilen. Und später das selbe noch mal bei uns im Restaurant. Sonst das übliche Food runnen, Wasser einschenken, nur mit mehr kitschiger Deko und einem DJ (Alleinunterhalter der schlimmsten Sorte), ja man soll es kaum glauben aber selbst am anderen Ende der Welt kann man DJ Ötzi und „Hey Baby“ nicht entfliehen.

Auch der Freitag vor einer Woche ist erwähnenswert, an dem wir zu einen Feier bei Jackey, einer Waitress, eingeladen wurden, von dort dann mit Wiebe (einem anderen Runner mit Wurzeln in Den Helder) und noch ein paar Leuten aus der Belegschaft der OC ins „Thirsty Whale“ sind, eine Bar/Disco die von „Grease Lightning“ über „Cotton Eye Joe“ bis „Are you gonna be my girl“ alles spielt. Dort haben wir neben verschiedenen anderen Menschen einen Scott kennen gelernt, der den Schlüssel zum Cafe Divine besitzt, was recht praktisch ist in einer Stadt in der um 3 Uhr alles dicht macht. So haben wir im Divine (direkt um die Eck von unserem Hostel) den Rest der Nacht mit Tee, super Keksen und netten Gesprächen verbracht und dann das Morgengrauen am Strand bei rauer See bewundert( siehe Fotos).

Ein weiteres Highligt in OC war natuerlich der 14 Februar.
Schon am Abend vorher wurden alle großen Tische gegen intime Doppeltischchen ausgetauscht. Die OC verwandelte sich in ein Speeddatingrestaurant, jedenfalls sah es so aus: Auf alle Tische kamen Herzchenservietten, Sektglaeser mit Herz im Stiehl, Zuckerherzen mit Aufdruck( Yes Darling), „Lotto for lovers“...Die Atmosphäre wurde zusätzlich durch Girlanden „ Be my valentine“-Bannern an Spiegeln und Türen verschönert. So viel Geschmacklosigkeit in einem Restaurant, was von sich behauptet, 5 Sterne Niveau zu haben (Nicht nach mitteleuropäischem Standart)das war schon schmerzhaft. Es sah aus wie beim Valentinstagsball in einer amerikanischen Turnhalle (O-Ton Lisa). Die Stimmung beim Personal besserte sich auch erst, als die letzten Händchen haltenden Gäste zur Tür hinaus torkelten ,das Helium der rosa Luftballons inhaliert und die Schokoladenrosen an die letzen anwesenden Arbeitskräfte verteilt waren. Eigentlich machte der Abend schon Spaß, alles klappte, es wurde keine Schnulzenmusik gespielt sondern der normale OC Soundtrack (Und den größten teil des Abends 2 disharmonische Violistinen die Greensleaves etc. zum Besten gaben), den ich noch in Jahren im Kopf haben werde. Der Sinn von Valentinstag erschließt sich immer noch nicht, zum Glück gibt es hier kein Douglas (überhaupt wenig Parfümerien hier), das mit aggressiver Werbung Menschen in den finanziellen Ruin treibt. Zumindest kam mir dieser Festtag nicht ganz so verkommerzialisiert vor wie bei uns.
Das Festtagsmenu sah wie folgt aus:
1.”amuse” duo of oyster (Oder auch Rotze mit BloodyMary) and cray fish shooters
2.Bread ( That is pecorino romano with red pepper, black pepper, garlic and parsley)
3.”start with a kiss” chicken and urenika terrine with beet root dressing, saffron mayonnaise, soft quail eggs (Die sind unglaublich klein und glitschig) and truffle oil
or sweet heart ravioli filled with foie gras and goat cheese fresh herb foam, and baby water cress
Intermezzo:
4.“sweet interlude“ coconut and mango marbled sorbet with pine aplle granita, raspberry and angel hair
5.“true love“ vanilla honey glazed duck breast and leg confit with golden kumara puree, baby vegetables and sauce ala’ orange
or
pan roasted ocean fresh fish of the day with green pea risotto, grilled tiger prawns, scallops and sauce ala cupid
or
chateaubriand for two with celeriac and wild mushroom dauphinoise, summer vegetable bundle, grenadine onion confit and cremini & shitake mushroom sauce
6.”sinful temptations“ rich valrhona chocolate mousse with mixed summer berries, passion fruit ice cream and cream de coca jelly shot.
85 Dollar kostete das Menu pro Person, plus 35 für Weine. Also gar nicht mal so teuer.
Die Küche hatte alle Hände voll zu tun, die Reihenfolge einigermaßen einzuhalten und nicht den Überblick zu verlieren, da sich vorher niemand überlegt hatte, wie man die einzelnen Gänge „away“ called.
Wir fielen tot in unsere Betten.
Am Abend vorher stiegen wir in seidigen Untergewändern (Ein Hoch auf die Opshops)in den nächtlich beleuchteten Art Deco Brunnen, bis uns die Füße weg gefroren waren. Die grandiosen Ergebnisse habt ihr hoffentlich schon bewundert.
 
Inzwischen hatte das „Art Deco Weekend“ in Napier angefangen. Es dauerte vom 12.-17.02. Ja, das Wochenende in Neuseeland dauert 5 Tage. Aber erst Freitagabend war wirklich eine Veränderung des Stadtbildes zu spüren. Es wurde bis nach Mitternacht vor der Orchestermuschel Charleston getanzt, wir aßen Cracker mit Nutella .
Samstag hatten wir eine Doppelschicht und konnten nur die in Art Deco gekleideten Gäste bestaunen. Sonntag gab es ein Seifenkistenrennen, Big Gatsby Picknick, Flugshow an der Promenade, Oldtimer en masse (das hätte Veit gefallen) und sooooooooooooooo tolle Klamotten zu bestaunen. Es widerstrebt mir ja ein bisschen, in dem Zusammenhang von „verkleiden“ zu sprechen. Das klingt so banal und falsch und nicht nach „ein Teil von mir“. Wir hätten uns gern dazu gesellt, wenn der finanzielle Aufwand nicht so groß gewesen wäre (war er gar nicht, aber für ein Backpackerbudget doch zu hoch). Jeder der ein bischen Geschmack und Stil hat und mal nach ENZED reist, sollte zum Art Deco Wochenende hier sein.

So um die Fragen der/des unbekannten Kommentators zu beantworten.

Simon hat uns, wie schon gesagt, leider verlassen, aber wir haben schon so gut wie beschlossen, das wir uns auf der Südinsel wieder treffen und ein Stück zusammen reisen. Wir  können einfach nicht mehr ohne einander.

Der Koch. Nun ja, welcher denn?

Unser Lieblingskoch Tom (der uns immer nett Pizza gemacht hat und sich als einziger meine fleischarmen Vorlieben merken konnte) hat OC leider verlassen.

Dan, der Amerikaner, geht wenn wir gehen und ist seit neustem wieder super gut aufgelegt.

Es ist immer ein wahre Freude mit Cliff zu arbeiten.

Carl, der Dessertmensch, mag uns zum Glück was uns schon die eine oder andere Creme Brulé eingebracht hat

Richard, der kleine Gnom, fängt langsam an, mit uns zu sprechen und mag Kriegsfilme („Smash Anheim" )

Naja, und dann ist da noch Frankie, der erst mal alles durcheinander gebracht hat und alle kirre macht, aber jetzt anfängt, seine nette Seite zu zeigen, auch wenn das nicht wesentlich besser ist, denn jetzt versucht er mich täglich dazu zu überreden, einen Monat länger zu bleiben.

Aber immer hin ich bin „Part of the Team“ und wenn ich was falsch mache hab ich jetzt eine Person weniger die mich anmeckert.

Unser Lieblingskellner ist und bleibt natürlich David, der gerne mal mit einer Flache Olivenöl und uns im Freezer verschwinden würde und rücksichtslos allen Gästen „Halts Maul, dumme Schlampe“ an den Kopf wirft. Er ist wirklich sehr sprachbegabt. Ich habe noch nie jemanden so schön ein Wort was klingen sollte wie „Streichholzschachtel“ sagen hören.

Auf den weiteren Plätzen folgen unser Barista (Kaffeemensch) Chris, Ben und Sam, die Bartender.(Sam erweicht unsere Herzen wenn er „99 Luftballons“ singt)

Mhh, die Ritter, ja genau, die gibt es ja auch noch. Also, am Wochenende vor der Art Deco Woche habe ich dann auch noch Besuch bekommen. Von Scotty (nicht der mit dem Café ) sonder der aus den Hot Pools in Taupo. Bevor er sich auf in Richtung Südinsel gemacht hat, wollte er mich doch tatsächlich noch mal besuchen. So hat er mich zu einem Training begleitet und wir haben 2 nette Abende in Napier verbracht, einmal er unter vielen Deutschen( An Simons letztem Abend) und am 2. Abend ich unter vielen Engländern.

Ashley, unser Hostel Owner hat den Spiegel im Bad immer noch nicht aufgehängt, auch der Toaster geht noch nicht, genauso wenig haben wir ein Telefon, aber sonst ist er immer bester Laune. Ach ja, dafür ist Thomas Heustreu, unsere Katze verschwunden.

Den Bürgermeister haben wir noch nicht getroffen dafür aber andere Stadtbild prägende Gestalten allen vor an Kim (siehe Foto)          und die blonde Frau mit dem Sohn.

Im Moment leidet Lisa an akutem Stimmverlust, zu viele Zigarren und zu viel Wodka in letzter Zeit…Heiße Zitrone, Tigerbalsam und gute Kost haben aber schon ihre Wirkung gezeigt, das Flüsterstadium liegt hinter ihr. Da wir heute, Dienstag, frei hatten, konnte sie sich auch gut erholen. Wir verbrachten den halben Tag im Aquarium. Das National Aquarium von NZ ist etwas winzig aber man kann Kiwis sehen und auf einem Fliessband unter dem großen Becken durchfahren. Ein toller Ort zum fotografieren, das Licht ist unwirklich und man hat fast das Gefühl, man hört die Stille, die unter Wasser herrscht. Die bekloppten Fischgesichter inspirierten uns zu spastischen Gesichtsgymnastiken… Vom Fütterungstaucher bekamen wir jede einen Haifischzahn und kehrten dann ins Hostel zurück um ein bischen zu frieren. Anscheinend schleicht sich der Herbst an.

So das sollte fürs Erst reichen. Kommentare und Nachfragen sind gern gesehen (gelesen).

Wir werden uns jetzt Richtung Bett bewegen und vorher noch mal für das morgen anstehende „Foodquiz“ üben, Kevins (Manager/Boss) neuste Idee um die OC zum besten Restaurant der Hawk´s Bay zu machen.

20.2.08 00:25
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Heike (3.3.08 15:08)
liebe Weltreisende, liebe Fische!
der letzte Eintrag hat uns sehr verwöhnt - soo ausführlich!Danke.Mehr.
Wie ging denn nun das Foodquiz? Konnte man auch n Publikumsjoker wählen?Wie habt ihr den Abschied aus Napier geschafft? Fragen über Fragen - warten auf news!

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